Aderendhülse

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Verschiedene Aderendhülsen mit und ohne Schutzkragen.Fotograf/Zeichner: Ulf Seifert
Verschiedene Aderendhülsen mit und ohne Schutzkragen.Fotograf/Zeichner: Ulf Seifert
Einfache Aderendhülsenzange (0,5 mm² bis 16 mm²). Urheber Matthias J. (Wombsta)
Einfache Aderendhülsenzange (0,5 mm² bis 16 mm²). Urheber Matthias J. (Wombsta)

Aderendhülsen (englisch: core end sleeves) werden verwendet, um die abisolierten Enden von Litzenleitungen zu schützen, so dass sie ohne Beschädigung der Einzeldrähte in Klemmen angeschlossen werden können. Der Innendurchmesser der Hülse ist möglichst klein zu wählen, jedoch so groß, dass das Aufschieben auf die abisolierten Litzen problemlos vonstatten geht. Die Adern sollen nicht verdrillt werden. Mit einer speziellen Presszange, der Aderendhülsenzange, wird die Hülse dann verpresst.

Aderendhülsen mit Schutzkragen (die farbigen im Bild) bieten einen zusätzlichen Knickschutz der angeschlossenen Ader. Zum Anschluss zweier Adern in einer Klemme gibt es sogenannte Duo-Aderendhülsen (im Bild das graue Exemplar).

Nach VDE-Richtlinien müssen Leitungen, die aus Einzellitzen bestehen, mit Aderendhülsen versehen werden, da die feine Litze sonst durch die Schraube beschädigt werden könnte und somit kein einwandfreier elektrischer Kontakt mehr gewährleistet ist. Beim Einbau der Litze in eine Klemme bleiben häufig einzelne Drähte am Rand der Klemme hängen, werden dadurch zurückgeschoben und stehen im ungünstigsten Fall über den isolierten Rand der Klemme vor. Es besteht Kurzschluss- und damit Brandgefahr. Zudem besteht bei nicht mit Aderendhülsen versehenen Leitungen eine erhöhte Korrosionsgefahr. In Käfigfederzugklemmen ist eine Aderendhülse nicht mehr erforderlich, da die Konstruktion solcher Klemmen sowohl das Herausrutschen einzelner Drähte als auch das Abscheren wirksam verhindert.

Das an Stelle von Aderendhülsen früher häufig praktizierte Verlöten von Litzenenden ist in der Elektroinstallation verboten. Grund dafür ist die niedrige Druckfestigkeit des Lotes. In Schraubklemmen verformt sich ein verlötetes Litzenende unter der Anpresskraft der Schraube mit der Zeit so stark (sog. „Fließen“), dass kein hinreichender Kontakt zwischen Litze und Klemme mehr besteht. Im Extremfall entsteht eine nicht gewollte Funkenstrecke. Die Ausbildung von Oxidschichten lässt dann den Übergangswiderstand stark ansteigen, was zu einer hohen Brandgefahr führt. Gefördert wird diese Entwicklung auch noch durch die hohe Korrosionsneigung von Lötverbindungen.

Farbliche Markierung

Die Farbe des Schutzkragens gibt Aufschluss über den maximalen Leitungsquerschnitt. Es gibt drei verschiedene, sich teils widersprechende Farbkodierungen:

Querschnitt Farbkode A Farbkode B DIN-Norm 46228
0,25 mm² Vorlage:Farbindex Vorlage:Farbindex
0,34 mm² Vorlage:Farbindex Vorlage:Farbindex
0,50 mm² Vorlage:Farbindex Vorlage:Farbindex Vorlage:Farbindex
0,75 mm² Vorlage:Farbindex Vorlage:Farbindex Vorlage:Farbindex
1,00 mm² Vorlage:Farbindex Vorlage:Farbindex Vorlage:Farbindex
1,50 mm² Vorlage:Farbindex Vorlage:Farbindex Vorlage:Farbindex
2,50 mm² Vorlage:Farbindex Vorlage:Farbindex Vorlage:Farbindex
4,00 mm² Vorlage:Farbindex Vorlage:Farbindex Vorlage:Farbindex
6,00 mm² Vorlage:Farbindex Vorlage:Farbindex Vorlage:Farbindex
10,00 mm² Vorlage:Farbindex Vorlage:Farbindex Vorlage:Farbindex
16,00 mm² Vorlage:Farbindex Vorlage:Farbindex Vorlage:Farbindex
25,00 mm² Vorlage:Farbindex Vorlage:Farbindex Vorlage:Farbindex
35,00 mm² Vorlage:Farbindex Vorlage:Farbindex Vorlage:Farbindex
50,00 mm² Vorlage:Farbindex Vorlage:Farbindex Vorlage:Farbindex
70,00 mm² Vorlage:Farbindex
95,00 mm² Vorlage:Farbindex
120,00 mm² Vorlage:Farbindex



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