Feuerwehrhelm

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Ein herkömmlicher Feuerwehrhelm besteht aus Aluminium, Duroplast, Thermoplast, Kevlar (AFK) oder GFK. Er ist mit einem Nackenschutz (meist aus Leder oder Aramidfaserstoff) versehen. Zusätzlich kann ein Visier zum Schutz vor Splittern oder gegen Wärmestrahlung (meist mit aufgedampften Metallen) montiert werden. Der Feuerwehrhelm soll den Kopf gegen herabstürzende Gegenstände und umherfliegende Teile schützen und ist deshalb auch bei jedem Einsatz zu tragen.

Helm im völlig dunklen Raum. Foto: Rainer Schwarz
Helm im völlig dunklen Raum.
Foto: Rainer Schwarz


Die meisten Feuerwehrschutzhelme sind phosphoreszierend (nachleuchtend) und mit reflektierenden Streifen versehen. Die phoshoreszierende Beschichtung wurde in den sechziger Jahren auf Anregung des Frankfurter Branddirektors Ernst Achilles eingeführt und ersetzten nach und nach die bis dahin schwarzen Helme. Die modernen Helme sind sie mit einer Sprengsicherung ausgestattet, die den Kinngurt bei einem plötzlichen Schlag öffnet und der Helm vom Kopf weggerissen werden kann. Somit wird ein Schleudertrauma verhindert. In Deutschland sind nur diese Helme zu verwenden. Je nach Bundesland oder Feuerwehr werden noch zusätzliche reflektierende Einheits- oder Funktionsabzeichen aufgeklebt, die z. B. Führungsdienstgrad oder Atemschutzgeräteträger kennzeichnen. Am Helm kann noch zusätzlich eine Helmlampe befestigt werden, um die Hände zum Arbeiten frei zu haben. Auch für Funkgeräte gibt es Garnituren, die am Helm montiert werden können.

Feuerwehrhelm zur Waldbrandbekämpfung.Foto: Bullard Europa
Feuerwehrhelm zur Waldbrandbekämpfung.Foto: Bullard Europa
Adapter Fa.: Bullard Europa
Adapter Fa.: Bullard Europa

In Österreich werden vieler Orts noch die so genannten Spinnenhelme der Wiener Form verwendet. Diese werden langsam, entsprechend den finanziellen Möglichkeiten der einzelnen Feuerwehren, durch neuere Modelle ersetzt.

Der in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg gebräuchliche Helm ist in der Grundform eine Annäherung an die militärischen Schutzhelme der damaligen Zeit (z. B. Stahlhelm), während die Feuerwehrhelme im Krieg oder davor die gleichen Helme waren wie die der Armee. In den Vereinigten Staaten fand eine getrennte Entwicklung, ausgehend von ledernen, gerippten und breitkrempigen Schutzhüten statt, deren Nachfolger, neben modernen Konstruktionen, bis heute gebräuchlich sind.

Weitere Informationen zur Geschichte des Feuerwehrhelms finden sich im Hauptartikel Geschichte der Feuerwehrhelme.

Feuerwehrhelm der Fa. Bullard Europa mit Hollandtuch
Feuerwehrhelm der Fa. Bullard Europa mit Hollandtuch

Hersteller

Folgende Hersteller haben sich im deutschsprachigen Raum besonders mit der Herstellung von modernen Feuerwehrhelmen beschäftigt:

  • MSA Auer: Hat seit 2003 die Helme des französischen Herstellers Gallet im Programm.
  • Drägerwerk: Der gemeinhin als "Drägerhelm" bezeichnete Helm wurde von Dräger in Frankreich bei Gallet zugekauft. Nachdem die Vertretung 2003 an die Konkurrenz (MSA Auer) ging, hat man gemeinsam mit Schuberth zwei neue Feuerwehrhelme (HPS4100 und HPS6100 bzw. HPS6200) entwickelt. Der HPS4100 wird auch als neuer Einsatzhelm des THW verwendet.
  • Rosenbauer: Die österreichische Firma für Feuerwehrtechnik bietet zwei Helme, den Heros und den Heros Extreme an.
  • Schuberth: Stellt den sogenannten DIN-Helm, sowie den F200 bzw. den F210 her.
  • Casco bietet einen ralativ preisgünstigen Feuerwehrhelm, den PF1000 an.
  • Bullard Europa, ein amerikanischer Hersteller, hat vier Helme für den deutschen Markt im Programm: H1000, H2000, H3000 und Galaxy.


Siehe dazu:



  • Pacific Helmets ist eine neuseeländische Firma, die den kevlarverstärkten Feuerwehrhelm F7, sowie den R3G in Deutschland anbietet.


Siehe auch:

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