Lagerfeuer
Aus brand-feuer.de
Ein Lagerfeuer ist ein Nutzfeuer welches beim Lagern im Freien ohne Hilfsmittel wie Grill oder Ofen zum Kochen, als Wärme- und Lichtquelle verwendet wird. Es wird meist unterwegs auf Wanderungen und Fahrten gemacht.
Aufgrund ihrer besonderen Licht- und Wärmewirkung haben Lagerfeuer auf die meisten Menschen eine verträumte, romantisierende Wirkung, die sich in einer friedliebenden Stimmung widerspiegelt.
Zweck
Praktisch werden Speisen und Getränke (z. B. Kaffee) gekocht, Wasser abgekocht und als Wärmespender für den Körper. Das Feuer hat aber auch einen hohen motivatorischen, psychologischen Wert und dient nicht nur der reinen Energielieferung. Es stellt in großen, längerern Lagern und kleineren kürzeren Lagern für eine Nacht meist den räumlichen und sozialen Mittelpunkt dar.
Aufbau
Üblicherweise baut man zunächst ein Pyramidenfeuer oder Stapelfeuer auf und baut dann um wenn das Lagerfeuer brennt. Dabei muss in jedem Fall ein unkontrolliertes Ausbreiten des Feuers verhindert werden.
Untergrund
Entweder es wird eine kleine Grube ausgehoben oder die Feuerstelle wird auf ebenem Grund mit Steinen abgegrenzt. Alternativ können auch spezielle Feuerschalen verwendet werden. Auf Moorgrund sollte auf keinen Fall ein Lagerfeuer entzündet werden, da sich das Feuer (auch noch Tage nach dem Brennen) an einer anderen Stelle durch einen unterirdischen Torfbrand wiederentzünden kann. Bei Wind ist auf einen genügend großen Abstand zu Wäldern zu achten.
Material
Als Brennholz wird gesammeltes, trockenes Hartholz aus der Umgebung verwendet, zum Anzünden auch Weichholz oder Birkenrinde, Moos oder Papier. Frisches Holz zu verwenden ist schlechter, da es feuchter ist. Außerdem ist es in den meisten Fällen illegal.
Arten
Beim klassischen Pyramidenfeuer werden die Holzscheite pyramidenförmig aufgestellt; das erleichtert das Anbrennen von unten nach oben und von innen nach außen. Pyramidenfeuer können in allen Größen errichtet werden.
Wachfeuer
Wachfeuer sind kleine Feuer für einzelne Personen oder kleine Gruppen.
- das Sternfeuer besteht aus flachgelegten in der Mitte sternförmigen Scheiten
Punktueller Brennpunkt. Eignet sich zum Kochen und als Wachfeuer. Es ist sehr sparsam im Holzverbrauch.
- das Jägerfeuer ist ein kleines Feuer zwischen zwei dickeren Stämmen
- das Grubenfeuer oder Polynesisches Feuer wird um es vor zu starken Wind und Sicht zu schützen in einer kleinen Grube fast ganz unter der Erdoberfläche entzündet. Weitere Verwendung außerdem im Militärischen Bereich. Durch die Grube ist der offene Feuerschein versteckt. Das Grubenfeuer benötigt jedoch zur Sauerstoffversorgung ein 2. Loch, welches per "Tunnel" mit der Feuergrube verbunden ist.
Große Feuer
Größerer Feuer wie das Schicht-, Stapel- oder Pagodenfeuer werden im Kreuzstapel aufgebaut, durch die luftige Konstruktion ähnlich die einem Normbrand Klasse A
Das Schwedenfeuer ist zwar kein Lagerfeuer im eigentlichen Sinn, entspricht aber allen Kriterien.
Gefahren
Vor dem Verlassen eines Lagerfeuers muss es sorgfältig gelöscht (z. B. mit Wasser) werden, damit es nicht zu einem Waldbrand kommt. Ohne behördliche Erlaubnis darf in einem Wald oder Trockengebiet kein Feuer entzündet werden! Moorgebiete sollten gemieden werden, da Lagerfeuer auf Moorgrund nicht zuverlässig gelöscht werden können und noch nach Tagen Brände verursachen können.
Vorsicht mit Steinen, die in Wasser lagen, sowie Sandsteinen! Diese können durch die Hitze bersten.
Da es, unter anderem durch heißes Baumharz, zu Funkenschlag kommen kann, sollten in der Nähe des Lagerfeuers keine hitzeunbeständigen Gegenstände gelagert werden. Dies gilt ganz besonders für selbstaufblasende Isomatten.
Weblinks
- Pünktchens Späherpunkt 13: Feuer Übersicht mit Bildern
- Pfadfindertechnik Pionier 3.1 - Feuerstellen Erklärung mit Klassifizierung des Holzes
- [1] Große Sammlung über verschiedenste Details von Lagerfeuern.
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