Prävention

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Als Prävention (vom lateinischen praevenire für „zuvorkommen, verhüten“) bezeichnet man vorbeugende Maßnahmen, um ein unerwünschtes Ereignis oder eine unerwünschte Entwicklung zu vermeiden. Ganz allgemein kann der Begriff mit „vorausschauender Problemvermeidung“ übersetzt werden.

Präventives Verhalten zur Vermeidung von Krankheiten oder Seuchen bezeichnet man oft als 'Prophylaxe'. Man spricht auch von 'Krankheitsprophylaxe' oder 'Seuchenprophylaxe'.


Siehe auch:


Unterscheidungen

In der Lehre unterscheidet man nach Caplan (1964) die folgenden drei Arten der Prävention:

  • primäre Prävention
  • sekundäre Prävention
  • tertiäre Prävention


primäre Prävention

Bei der primären Prävention geht es darum, die Bedürfnisse des Menschen zu analysieren, um Ansätze für die Schaffung gesellschaftlicher Bedingungen zu finden, welche wiederum regelkonformes Verhalten fördern. Sie setzt ein, bevor eine Schädigung, eine Krankheit oder ein regelwidriges Verhalten eintritt und sucht nach den Ursachen und Risikofaktoren, die dazu führen können. Sie richtet sich meist an die gesamte Bevölkerung oder an eine bestimmte Bevölkerungsgruppe (Angehörige einer Altersgruppe, eines Geschlechtes usw.).

Beispiele: Impfungen, Gehörschutz, Trinkwasserhygiene, Bewegung, Schulobstprogramm etc.)


sekundäre Prävention

Die sekundäre Prävention beschäftigt sich mit der Verhinderung von Normverletzungen. Es sollen durch spezielle Maßnahmen Regelverletzungen verhindert werden. Sie soll nonkonformes Verhalten, Beeinträchtigungen oder Krankheiten frühzeitig erfassen, damit sich der Verlauf nicht verschlimmert oder/und chronifiziert. Sie richtet sich an besonders gefährdete Zielgruppen, wie gewalttätige männliche Jugendliche, Menschen mit regelmäßigem Konsum von Suchtmitteln (z.B. Zigaretten und Alkohol) usw. Beispiele: Screening (Brustkrebs, Darmkrebs etc.), Maßnahmen gegen bestehende Sucht etc.


tertiäre Prävention

Die tertiäre Prävention beschäftigt sich mit der Prävention nach Regelverletzungen, durch General- und/oder Spezialprävention. Sie will und soll nach einer Behandlung

  • Rückfälle vermeiden,
  • Folgeprobleme vermindern und/oder
  • negative Begleiterscheinungen vermindern (z. B. Abgabe von sauberen Spritzen an Schwerstsüchtige, um zu vermeiden, dass sie sich mit Aids und Hepatitis anstecken).

Weiter wird zwischen spezifischer Prävention (sie konzentriert sich auf ein bestimmtes Phänomen) und unspezifischer Prävention (sie richtet sich auf die Vermeidung von unterschiedlichen Risiken) unterschieden, wie auch zwischen Verhaltens- und Verhältnisprävention.

  • Verhaltensprävention richtet sich auf das individuelle Verhalten der Menschen. Sie will gesundheitsriskante Lebensweisen vermeiden und gesundheitsfördernde Lebensweisen fördern.
  • Verhältnisprävention will gesundheitsschädliche Umwelteinflüsse verringern und eine gesunde Lebens- und Arbeitswelt schaffen.

Beispiele: Rehabilitation, berufliche und soziale Wiedereingliederungsmaßnahmen etc.

Der Begriff wird verwendet in:


Wissenschaftliche Fachgesellschaften

In der Medizin verstehen sich in Deutschland als die zuständigen wissenschaftlichen Fachgesellschaften für Fragestellungen der Prävention

Neu hinzugekommen ist die DeGIP e.V. in Bonn, Deutsche Gesellschaft für Interdisziplinäre Präventivmedizin, die sich das Thema Prävention unter interdisziplinären Aspekten zum Ziel gesetzt hat.

Die Krebs Präventions Koalition Deutschland e.V. macht Informationen über Produkte der Bereiche Körperpflege, Hautpflege, Kosmetik und Nahrungsmittelergänzung zugänglich, die für die Krebsvorsorge geeignet erscheinen.

Im Juli 2007 wurde von Apothekern das das 'Wissenschaftliche Institut für Prävention im Gesundheitswesen' (WIPIG) mit Sitz in München gegründet. Ziel des Instituts ist, den Präventionsgedanken in Gesellschaft und Politik zu fördern und neue Präventionskonzepte zu entwickeln.


Siehe auch:



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