Verhalten bei Feuer

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Wenn es brennt:


... unter dem Dach hat man schlechte Fluchtmöglichkeiten. Foto: BR
... unter dem Dach hat man schlechte Fluchtmöglichkeiten. Foto: BR
  • In einer Wohnung / Zimmer:


  • Durch Aufregung wird nichts besser, im Gegenteil, es ist schnelles aber überlegtes Handeln gefragt.


  • Verlassen Sie den brennenden Raum, schließen sie die Türen / Fenster, verschließen Sie diese jedoch nicht.


  • Rufen Sie, (oder lassen Sie anrufen) grundsätzlich die Feuerwehr an:
Notruf 112!


  • Setzen Sie den Notruf [geht vom Handy auch ohne Sim - Karte) mit genauer Namensangabe und Anfahrtbeschreibung auch dann bereits ab, wenn Sie glauben, den Brand noch selbst mit eigenen Mitteln löschen zu können.


  • Verständigen Sie Mitbewohner in Ihrem Gebäude (evtl. Feueralarm auslösen, falls vorhanden). Helfen Sie älteren, kranken oder behinderten Mitbewohnern.


  • Versuchen Sie - wenn möglich - nur einen Entsehungsbrand zu löschen, niemals einen Zimmervollbrand. Setzen Sie sich dabei keinen Gefahren aus. Verqualmte Räume dürfen nicht mehr betreten werden, das Risiko einer Vergiftung ist zu groß!


  • Benutzen Sie (fast) niemals den Fahrstuhl, oder großer Treppenhäuser, diese könnten durch eine Stromunterbrechung stecken bleiben, bzw. stark verqualmt sein.


  • Gibt es eine Klimaanlage stellen Sie den Strom ab.


  • Gibt es einen Gasanschluß, stellen Sie das Gas ab.


  • Warten Sie vor dem Haus auf die Feuerwehr, machen Sie sich durch deutliche Zeichen bemerkbar.


  • Weisen Sie sofort auf weitere Hausbewohner hin.


  • Weisen Sie auf Gasanlagen (z. B. in der Küche) hin.





. . .  wo sich Technik befindet, kann es auch zu einem Brand kommen
. . . wo sich Technik befindet, kann es auch zu einem Brand kommen
  • Bei einem Fahrzeug / Wohnmobile


Ein Auto - sofern nicht unfallbedingt der ganze Tank aufgerissen wird - steht nicht sofort in Flammen. Das Feuer entsteht meißt mässig, ob nach einem Unfall oder während der Fahrt, im Motorraum oder an anderen technischen Quellen und breitet sich langsam aus; gerade bei Bränden mit technischer Ursache ist eine Blitzausbreitung auszuschließen. Wie bei den meisten Schadensfeuern, so geht auch bei Fahrzeugbränden die Hauptgefahr nicht von den Flammen aus, sondern von den toxischen Gasen aus, die in den Innenraum gelangen können.


  • Sofort die Lüftung abschalten, um ein Eindringen der Brandgase zu verhindern.


  • In den Leerlauf schalten, Handbremse anziehen, sonst kann das Fahrzeug "weiter fahren".


  • Alle Insassen raus aus dem Fahrzeug!


  • Warnblinkanlage und Beleuchtung an und Fahrzeug sicher am Fahrbahnrand abstellen.


  • Motorhaube (nur) entriegeln; Feuerlöscher mitnehmen. Die Motorhaube nur ein Spalt weit öffnen, dann das Feuer bekämpfen.


  • Beim Verlassen des Fahrzeuges (am rechten Rand) auf den fließenden Verkehr achten.


Erst später vorsichtig die Motorhaube öffnen: Diese ist nicht nur heiß, sondern der einströmende Sauerstoff kann ggf. den Brand richtig entfachen! Ein Entstehungsbrand kann u. U. mit Bordmitteln erstickt werden.



  • Manchmal reicht ein kleine Autofeuerlöscher zum Löschen eines Entstehungsbrandes (2 kg) nicht aus (Faustformel: 1 KG Löschpulver = 1 Sek. Löschdauer)


  • Halten Sie große Fahrzeuge z. B. LKW oder Busse an, die haben größere Feuerlöscher.


  • Sollten Sie die Möglichkeit haben, fertigen Sie Fotos (z. B. Handy), das hilft bei einer schnellen Klärung.


Persönliche Werkzeuge