Brandschutzerziehung

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Im Leitfaden
Experimente mit Feuer
werden Grundlagen, Methoden und Voraussetzungen für das Experimentieren in Kindertagesstätten und Schulen vermittelt.
Autoren:
Sven Schmidt und Dr. Doris Schmidt.
Spielerisch (wie hier mit Playmobil) sollen vor allem Kinder mit den Gefahren des Feuers vertraut gemacht werden.
Fotos: BR 1109

Brandschutzerziehung ist ein meist ehrenamtlich erteilter Unterricht, in dem Erwachsene und Kinder lernen, wie sie potentielle Brandursachen bzw. Brandgefahren erkennen und beseitigen können. In theoretischen und praktischen Einheiten wird den Teilnehmern aufgezeigt, wie schnell (durch Unachtsamkeit) ein Feuer ausbrechen kann, wie man dieses verhindert und - wenn doch einmal etwas passiert - wie man sich richtig verhält und einen korrekten Notruf absetzt.Die Brandschutzerziehung bei Kindern findet oft im Schulunterricht oder im Kindergarten statt.

Auch Besichtigungen von Feuerwachen durch Schulklassen oder Vereine und öffentliche Veranstaltungen, an denen die Feuerwehr oder Jugendfeuerwehr teilnimmt, tragen erheblich zum vorbeugenden Brandschutz bei.

Durch das Vorstellen der Ausrüstung einer Feuerwehr, ganz besonders der persönlichen Schutzausrüstung der Einsatzkräfte, soll gerade den Kindern die Angst bei einem Notfall genommen werden. Viele Kinder verstecken sich aus Angst vor Rauch und Flammen, aber auch vor den mit Atemschutzmaske ausgestatteten Feuerwehrleuten in Schränken und Nischen, wo sie in einem Brandfall nur schwer zu finden sind.

Weiterhin schulen die Brandschutzerzieher Mitarbeiter von Firmen beispielsweise im Umgang mit Feuerlöschern und anderer am Ort vorhandener Geräte und machen diese auf Gefahren am Arbeitsplatz aufmerksam.

Die Brandschutzerziehung hat im Laufe der letzten 15 Jahre einen enorm großen Stellenwert in den Feuerwehren eingenommen, da erkannt wurde, dass die Anzahl der durch Kinder entfachten Brände durch die Ausweitung der Brandschutzerziehung stark zurück gegangen ist. In den meisten Freiwilligen Feuerwehren gibt es bereits speziell für diese Aufgabe ausgebildete Feuerwehrleute, die neben ihrem normalen Dienst in der Feuerwehr die Funktion des Brandschutzerziehers übernehmen.

In einigen Gemeinden hat man sich auch von anderer Stelle Hilfe geholt: Hier übernimmt (ähnlich wie bei der Polizei) der Kasper die Rolle des Brandschutzerziehers. So gibt es in NRW, Deutschland auch einen aktiven Arbeitskreis,der in die Landesjugendfeuerwehr eingegliedert ist und sich mit der Brandschutzerziehung mit Hilfe von Puppenbühnen befasst.


Floriansdorf

Um die Gefahren eines Feuers besser einzuschätzen und die Angst zu überwinden wurde 1998 in Iserlohn Deutschlands erstes Kinderbrandschutzzentrum "Floriansdorf" auf dem Gelände der Berufsfeuerwehr Iserlohn gegründet. Hier wird in 16 Häusern auf ca. 5.000 m² den Kindern spielerisch beigebracht, wie sie sich im Falle eines Brandes zu verhalten haben oder wie sie bei sich bei Verletzungen und Unfällen verhalten sollten.


Ansprechpartner

Ansprechpartner für die Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung ist die jeweilige Feuerwehr vor Ort sowie Dienstleister und Unternehmer, die sich auf Brandschutzaufklärung und -Erziehung spezialisiert haben. Dies können u.a. auch Vertreiber von Rauchwarnmeldern oder Feuerlöscher sein.



siehe auch:



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